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Verträglichkeit

Johanniskraut – eine gut verträgliche Heilpflanze

Wie viele andere pflanzliche Arzneimittel sind Johanniskraut-Präparate gut verträglich und auch für eine längerfristige Anwendung über Monate geeignet. Anders als bei chemischen Antidepressiva sind keine Gewöhnungseffekte zu erwarten. Johanniskraut-Präparate verursachen auch tagsüber keine Sedierung oder andere Überhangeffekte. Johanniskraut überzeugt daher nicht nur durch seine 2-fache stimmungsaufhellende und ausgleichende Wirkung, sondern auch durch seine gute Verträglichkeit.

Allerdings ist immer wieder von möglichen Neben- oder Wechselwirkungen von Johanniskraut zu lesen. Solche Berichte handeln meistens von erhöhter Lichtempfindlichkeit oder möglichen Bedenken bei der gleichzeitigen Einnahme von Johanniskraut und der Pille. Die folgenden Informationen helfen Ihnen dabei, diese Berichte richtig einzuordnen.

Lichtempfindlichkeit wird meist deutlich überschätzt

Oft wird vor einer erhöhten Lichtempfindlichkeit und damit verbundener Sonnenbrandneigung durch Johanniskraut gewarnt. Bisher wurde jedoch nur in seltenen Fällen von einer erhöhten Lichtempfindlichkeit bei der Einnahme von Johanniskraut berichtet. Die im Rahmen einer antidepressiven Therapie eingenommenen Johanniskraut-Dosen sind meist zu gering, um entsprechende Reaktionen hervorzurufen.
Auch in einer Studie, bei der die Sonnenbrandgrenze vor und nach einer 14-tägigen Johanniskrauteinnahme (900 mg/Tag) verglichen wurde1, konnte keine signifikant gesteigerte Lichtempfindlichkeit der Haut festgestellt werden.

Johanniskraut ist also zu jeder Jahreszeit eine sichere und gut verträgliche Therapieoption und kann auch in den Sommermonaten weiter eingenommen werden.

Natürlich sollte beim Aufenthalt im Freien trotzdem auf einen ausreichenden Sonnenschutz geachtet und intensive UV-Strahlung (z. B. im Solarium oder Höhensonne) vermieden werden. Regeln, die man grundsätzlich auch unabhängig von der Johanniskraut-Einnahme beachten sollte.

Können Johanniskraut und die Pille gleichzeitig eingenommen werden?

Mitunter wird angenommen, dass Johanniskraut und hormonelle Verhütungsmittel nicht zusammen eingenommen werden dürfen. Warum eigentlich?

Johanniskraut hat die Eigenschaft, manche Stoffwechselprozesse in unserem Körper zu beschleunigen. Dadurch können die Wirkstoffspiegel bestimmter anderer Arzneimittel, z.B. orale Kontrazeptiva, schneller abgebaut werden, was zu einer Abschwächung ihrer Wirkung führen kann. Ein Zeichen für den schnelleren Abbau der Wirkstoffe der Pille können vermehrte Zwischenblutungen sein. Um ganz sicher zu sein, ist daher ein zusätzlicher mechanischer Empfängnisschutz wie ein Kondom oder ein Diaphragma empfehlenswert. So müssen auch Frauen, die die Pille einnehmen, nicht auf Johanniskraut verzichten, um ein seelisches Tief schnell hinter sich lassen zu können.


1 Schulz, H.U. et al.: Arzneim.-Forsch./Drug Res. 2006; 56 (3): 212-221